6 Gedanken zum Umgang mit Kulturstress

Von Jochen Schuppener

 

»Vor einiger Zeit haben Sie Ihr gewohntes Umfeld verlassen. Sie wohnen jetzt im „Ausland“. In einer anderen Welt. Das ist mega-interessant und inspirierend. Irgendwie jedoch auch echt anstrengend. Manchmal fragen Sie sich, ist das normal oder bin ich noch normal? Sind die anderen normal? Was ist richtig? Vielleicht finden Sie das zunehmend auch frustrierend. Sie wünschen sich zur Ruhe zu kommen, positiv zu sein und einen guten Rhythmus zu finden. Ja, und mit den Menschen gut klar zu kommen.«


 

Hier sind sechs Punkte, die Ihnen bei Kulturstress helfen können.


Kulturstress ist ganz normal.

Er kommt meist nach ein paar Monaten. Er ist bedingt durch all die Dinge, die sich mit dem Umzug in eine neue Kultur verändern. Dazu gehören z.B. Die Wohnsituation, die Arbeit, das soziale Umfeld, die Sprache, die Freizeitbeschäftigungen, das Essen. Selbstverständlich gehören auch sämtliche kulturellen Unterschiede dazu. Neue Herangehensweisen, andere Normen. Viele dieser Unterschiede werden einzeln betrachtet nicht als besonders stressig erlebt. Jedoch addieren sich die einzelnen Veränderungen. Das erlebt jeder mit der Zeit als anstrengend. Stressig eben.

Überlegen Sie einmal, was genau sich bei Ihnen durch den Umzug verändert hat.

Erstellen Sie eine Tabelle, mit zwei Spalten. In die erste Spalte schreiben Sie in jeweils eine extra Zeile, was sich bei Ihnen verändert hat. In die zweite Spalte jeweils wie intensiv oder anstrengend Sie diese Veränderung auf einer Skala von 1-10 erleben.

Ist Ihnen bewusst, wie sich Ihr Verhalten verändert, wenn Sie gestresst sind?

Woran können andere das erkennen? Sind Sie vielleicht gereizt? Reden Sie mehr oder weniger als sonst? Essen Sie mehr oder weniger? Wo spüren Sie den Stress in Ihrem Körper?

Welche der Hauptstressoren können Sie positiv beeinflussen?

Gibt es etwas was Sie weniger tun sollten, um den Stress zu reduzieren?

Wenn Sie gestresst sind, was tut Ihnen dann gut?

Z.B. Joggen, Musik machen, etwas Kreatives wie Malen oder Handwerken, vielleicht Zeit mit Freunden, Natur. Wie genau können Sie in Ihren Alltag einbauen? Wie häufig und wie lange pro Woche wäre hilfreich?

Lachen ist gesund!

Es ist normal, dass Ihnen das ein oder andere kulturelle Missgeschick geschieht. Nehmen Sie sich selbst nicht zu wichtig oder ernst und lachen Sie einfach auch einmal über sich selbst. Sie werden merken, dass es dann gleich etwas leichter ist.

 Foto: @pimchu auf Unsplash